Die Unterschiede der Outsourcing-Modelle im Vergleich
Outsourcing ja, aber wohin? Wahrscheinlich ist Ihnen bereits bewusst, dass das Outsourcing der Softwareentwicklung eine notwendige Antwort auf den Fachkräftemangel ist und – je nach Projekt – auch eine Kostenersparnis bedeuten kann. Doch viele unterschätzen, wie wichtig dabei der Standort des Entwicklerteams für den Erfolg eines Projekts sein kann.
In diesem Artikel zeigen wir Ihnen deshalb, was Nearshore, Offshore und Onshore jeweils ist, was diese drei Begriffe mit Ihrer individuellen Software zu tun haben und welche Option in der Frage Nearshore vs. Offshore häufig die beste Wahl ist.
Geht es um das Outsourcing in der Softwareentwicklung, beschreiben Onshore, Nearshore und Offshore verschiedene geografische Standorte. Onshore bedeutet, dass Entwicklerteams im eigenen Land arbeiten. Nearshore bezieht sich auf Entwicklerteams in nahegelegenen Ländern, während Offshore heisst, dass Entwicklerteams in weit entfernten Ländern sitzen. Der Standort beeinflusst in der Regel Kosten, Kommunikation und Effizienz.
Beim Onshore-Outsourcing arbeitet das Entwicklerteam im selben Land wie das Unternehmen, das die individuelle Softwareentwicklung beauftragt. Ein Unternehmen aus Zürich beauftragt also zum Beispiel ein Entwicklerteam aus Bern und hält so die Softwareentwicklung innerhalb der Schweiz. Dieses Modell hat folgende Vor- und Nachteile:
Vorteile
Nachteile
Onshore-Outsourcing wurde zudem lange der Vorteil zugeschrieben, schnellere Abstimmungen und direkte Meetings zu ermöglichen. Wie Sie wahrscheinlich aus eigener Erfahrung wissen, haben diese Meetings spätestens seit 2020 deutlich abgenommen. Daily Routinen lassen sich remote einfacher umsetzen und nach der Sprint-Planung kann ein Remote-Team sehr gut selbstständig zuarbeiten.
Dazu kommt, dass Onshore meist teurer ist als Nearshore- und Offshore-Outsourcing. Die hohen Lebenshaltungskosten in der DACH-Region treiben die Gehälter nach oben, und auch der Fachkräftemangel wirkt sich aus: In Ländern mit ohnehin begrenztem Angebot an qualifizierten Entwicklern sind die Gehälter gewöhnlich höher.
Beim Nearshore Software Development arbeitet das Entwicklerteam in nahegelegenen Ländern. Das ermöglicht niedrigere Kosten als beim Onshore-Modell, gleichzeitig bleiben aber Vorteile wie minimale Zeitverschiebungen und kulturelle Nähe erhalten, was die Zusammenarbeit und Kommunikation erheblich erleichtert.
Auch durch die Tatsache, dass Remote-Setups mittlerweile Standard sind, ist der Schritt von Onshoring zu Nearshoring umso sinnvoller. Die Vor- und Nachteile auf einen Blick:
Vorteile
Nachteile
Wir setzen bspw. auf das Nearshore-Modell mit Standorten in der Schweiz und in der Slowakei. So erhalten Sie Zugriff auf einen stabilen IT-Markt sowie auf hoch qualifizierte Fachkräfte und profitieren von der kulturellen Nähe zur DACH-Region. Das sorgt für eine effiziente Zusammenarbeit und reduziert das Risiko von Qualitätsverlusten. Im Vergleich zu einem internen Development-Team können Sie Kosten um bis zu 40 Prozent senken.
Was ist der Unterschied zwischen Offshoring vs. Nearshoring? Beim Offshore-Outsourcing arbeitet das Entwicklerteam in weit entfernten Ländern wie China oder Indien. Dieses Modell bietet den grössten Kostenvorteil, bringt jedoch Herausforderungen im Hinblick auf Kommunikation und Management mit sich. Die Vor- und Nachteile im Überblick:
Vorteile
Nachteile
Der Unterschied zwischen Nearshore und Offshore liegt also darin, dass Offshore deutlich mehr Management-Overhead benötigt. Wenn es um Offshore vs. Nearshore geht, ist Offshore nur dann eine Option, wenn niedrige Kosten im Vordergrund stehen oder Ihr Unternehmen sowieso enge geschäftliche Beziehungen zum Zielland unterhält.
Aber warum spielt der Standort für die Softwareentwicklung überhaupt eine Rolle? Einer der wichtigsten Faktoren beim Outsourcing ist eine effiziente Zusammenarbeit. Zeitgemässe Softwareentwicklung läuft agil ab und erfordert schnelle und direkte Kommunikation – lange Kommunikationswege, Zeitverschiebung, politische Instabilität und kulturelle Unterschiede können also einen direkten Einfluss auf den Projekterfolg und die Time-to-Market-Zeit haben.
Riwers nutzt deshalb bewusst die Vorteile, die Nearshoring bietet: Über unser Entwicklungscenter in Bratislava (Slowakei) bieten wir Ihnen Zugang zu einem hervorragend ausgebildeten Fachkräfte-Netzwerk und kombinieren so Effizienz mit wirtschaftlichen Vorteilen, ohne Kompromisse bei der Qualität einzugehen.
So liefert ein Senior-Entwickler in der Slowakei die gleiche Top-Qualität wie ein Schweizer Kollege – aber ohne lange Personalsuche und zu einem deutlich effizienteren Preis. Zudem schaffen die politische und wirtschaftliche Stabilität der Slowakei sowie die Nähe zur DACH-Region ideale Bedingungen für eine reibungslose Projektabwicklung.
Ob Sie sich für Onshore-, Nearshore- oder Offshore-Outsourcing entscheiden, hat also einen erheblichen Einfluss auf den Ablauf und Erfolg Ihres Softwareprojekts – und aus unserer Sicht sprechen viele Gründe für einen Nearshoring-Partner. Warum das so ist, zeigt Ihnen die folgende Übersicht:
Outsourcing in der Softwareentwicklung stellen sich viele Unternehmen so vor: Das Entwicklungsteam sitzt in Indien und das Projekt zieht sich ewig hin, weil alle möglichen Kommunikationsprobleme, kulturellen Unterschiede und Koordinationsschwierigkeiten die Zusammenarbeit zum Stocken bringen.
Wichtig ist aber, hier genau zu unterscheiden, was ein Klischee und was eine reale Herausforderung ist. Viele Klischees beruhen auf schlechten Erfahrungen mit wenig qualifizierten Anbietern oder einer unzureichenden Projektvorbereitung. Hinter den Vorurteilen stecken allerdings auch einige echte Stolpersteine, die Sie mit der richtigen Planung und Strategie gezielt bewältigen können:
Eines der grössten Klischees ist, dass externe Teams nicht die gleichen Standards einhalten wie interne Entwickler. Doch tatsächlich hängt die Qualität stark davon ab, für welchen Entwicklungspartner Sie sich entscheiden.
Wir empfehlen Ihnen, auf die Referenzen und die Teamauswahl des Anbieters zu achten. Bei Riwers sichern wir die Qualität zum Beispiel durch umfassende Projektkontrollen und durch strenge Anforderungen an die Qualifikationen unserer Teammitglieder.
Sprachbarrieren sind natürlich kein reines Klischee, weil Entwickler ausserhalb des DACH-Raums meist kein Deutsch sprechen. Aber – unserer Erfahrung nach zählt technische Kompetenz mehr als perfektes Deutsch. Entscheidend ist, dass die Kommunikation klar und effektiv bleibt.
Deswegen sollten Sie sicherstellen, dass der Anbieter Ihnen ein Team stellt, das zumindest fliessendes Englisch vorweisen kann. Wir setzen zusätzlich zu dieser Anforderung z. B. auf Chat-Tools oder Übersetzer und die Kommunikation mit unserem Standort in der Schweiz erfolgt natürlich auf Deutsch.
Häufig wird zudem die Dokumentation oder der über Jahre aufgebaute Wissensfundus als Entscheidungsfaktor angeführt, Outsourcing nicht umzusetzen. Auch hier helfen jedoch smarte Übersetzungstools, wie z. B. DeepL, weiter. Damit kann ein externes Entwicklungsteam den Geschäftskontext schnell erfassen und verstehen.
Ein anderes Klischee ist, dass die Arbeitsorganisation bei externen Teams chaotisch abläuft. Dieses Problem ist allerdings auch wieder anbieterabhängig. Wir empfehlen Ihnen auf einen Anbieter zu setzen, der mit eingespielten Teams zusammenarbeitet, auch Ressourcen für das Projektmanagement stellt und so den Management-Overhead minimiert.
Unsere Erfahrung zeigt, dass oft sogar das Gegenteil der Fall ist. Viele Outsourcing-Anbieter sind so effizient aufgestellt, dass ein Unternehmen während der Zusammenarbeit neue Best Practices kennenlernt und in die eigenen Prozesse integrieren kann. Mit dem richtigen Partner kann Outsourcing zu einem handfesten Produktivitäts-Boost werden.
Jede Outsourcing-Strategie hat Vorzüge und Herausforderungen. Während Onshore durch kulturelle Nähe und optimale Kommunikation punktet, fallen hier die Kosten am höchsten aus und der Fachkräftemangel stellt ein Problem dar. Offshore-Modelle bieten dagegen Kostenvorteile und einen grossen Talentpool, gehen jedoch oft mit kulturellen, kommunikativen und organisatorischen Schwierigkeiten einher.
Im Vergleich Nearshore vs. Offshore vs. Onshore zeigt sich Nearshoring deshalb als die goldene Mitte: Es verbindet Kosteneffizienz mit geografischer und kultureller Nähe und ermöglicht so eine reibungslose Zusammenarbeit.
Riwers setzt hier mit flexiblen Modellen an, sei es bei der individuellen Softwareentwicklung, mit Software-Teams oder einem kompletten Software-Department as-a-Service.
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