Mehr als nur ein Trend? Ein Guide für Unternehmen
Wenn Ihr Unternehmen eine spezifische Softwarelösung benötigt, ist das Outsourcing der Softwareentwicklung in den meisten Fällen eine strategisch sinnvolle Entscheidung. Aber: Selbst wenn Sie kein eigenes Team aufbauen oder niemanden zusätzlich einstellen wollen, muss auch Ihr Dienstleister die Entwickler für Ihr Projekt irgendwo hernehmen.
Und das in Zeiten, wo beispielsweise in Deutschland der Branchenverband bitkom titelt: Rekord-Fachkräftmangel! In diesem Zusammenhang tritt Nearshore Software Development auf den Plan. Dabei arbeiten Softwareentwicklungsunternehmen mit hoch qualifizierten Fachkräften aus geografisch nahegelegen Regionen zusammen.
Aber ist das das Richtige für Ihr Unternehmen? Wir zeigen Ihnen, wie genau Nearshore Software Development funktioniert, welche Vorteile es bietet und wie die Umsetzung gelingt, damit Sie eine informierte Entscheidung treffen können.
Nearshore Software Development bezeichnet die Auslagerung von IT- und Softwareentwicklungsprojekten an Dienstleister in nahegelegenen Ländern, z. B. in Zentral- oder Osteuropa. Diese geografische Nähe ermöglicht eine bessere Zusammenarbeit durch ähnliche Zeitzonen und Kultur, während Kostenvorteile im Vergleich zu lokalen Onshore-Dienstleistern (also z. B. aus dem DACH-Raum) bestehen bleiben.
Bei der Auslagerung von individueller Softwareentwicklung stehen Unternehmen vor der Entscheidung zwischen Onshore-, Nearshore- oder Offshore-Development:
Wir haben Ihnen im Überblick zusammengefasst, wie die drei Modelle im Vergleich abschneiden:
Betrachten wir die drei Modelle im Vergleich, scheint Nearshore Software Development der Weg der goldenen Mitte zu sein. Und tatsächlich bietet Nearshore-Entwicklung Ihrem Unternehmen zahlreiche Benefits. Die wichtigsten Vorteile von Nearshoring haben wir für Sie aufgelistet:
Wenn Sie jetzt finden, dass Nearshore Software Development grundsätzlich eine gute Idee ist, dann ist der nächste Schritt die Auswahl des richtigen Nearshore-Partners, der die Rekrutierung und das Projektmanagement steuert.
Diese Faktoren sollten Sie bei der Entscheidung berücksichtigen:
Mit Riwers setzen wir beispielsweise auf ein duales Konzept. Das heisst, dass wir Ihnen als lokaler Dienstleister in der Schweiz zur Verfügung stehen, aber unsere Services durch Nearshoring Software Development flexibel skalieren können. So vereinen wir die Vorteile beider Welten: Wir sind nahbar, können remote genauso wie On-Site mit Ihnen zusammenarbeiten und agieren unter lokalem Recht.
Sobald Sie den richtigen Partner gefunden haben, ist die Reise noch nicht zu Ende. Jetzt geht es darum, Ihre Software erfolgreich entwickeln zu lassen. Dabei sollten Sie auf folgendes achten:
Eine offene Kommunikation und regelmässige Meetings sorgen dafür, dass alle Beteiligten auf dem gleichen Stand sind und Missverständnisse vermieden werden. Dazu muss der Dienstleister über etablierte Vorgehen der Zusammenarbeit verfügen. Durch die geografische Nähe können Sie bei Bedarf Meetings vor Ort abhalten. Besonders wichtig sind jedoch virtuelle Treffen in kontinuierlichen Abständen, um sich up-to-date zu halten und mögliche Herausforderungen zeitnah zu besprechen.
Agile Arbeitsweisen wie Scrum oder Kanban sollten für Nearshore-Softwareentwicklung mittlerweile der Standard sein. Dazu gehören einerseits Routinen wie tägliche Stand-up-Meetings, Sprint-Planung und -Reviews, aber auch eine iterative Entwicklung in Zyklen, in denen fortlaufend getestet und neu priorisiert wird. Ein guter Partner involviert sie von Anfang an in die Zusammenarbeit, denn Transparenz ist essenziell für den nachhaltigen Erfolg.
Nearshore Software Development kann nur dann erfolgreiches Outsourcing werden, wenn Sie sich zu Beginn der Partnerschaft auf klare und erreichbare Ziele und Meilensteine einigen. Die Rollen und Verantwortlichkeiten beider Teams sollten ebenfalls vorab geregelt und glasklar abgegrenzt werden. Damit vermeiden Sie Missverständnisse und schärfen die Erwartungshaltung auf Ihrer und auf der Seite des Entwicklerteams.
Qualitätssicherung (QA) und Testing der Software sind essenzielle Schritte, die nicht erst ganz am Ende des Entwicklungsprozesses stattfinden sollten. Ganz im Sinne agiler Methoden sollte Ihr Dienstleister auch beim Nearshore Software Development ein Konzept vorlegen können, wie er Probleme frühzeitig und fortlaufend im Entwicklungsprozess erkennt und behebt.
Beim Outsourcing generell, aber vor allem beim Nearshore Software Development sind ein sauber geschriebener Code und eine gründliche Dokumentation wichtig. So ist einerseits die Transparenz gewahrt und Verantwortlichkeiten sind klar festgelegt, Sie schützen sich aber auch vor rechtlichen Risiken. Weiterhin vereinfachen Sie so den Wissenstransfer in Ihr eigenes Unternehmen, falls relevant.
Angesichts der wachsenden Nachfrage nach qualifizierten Entwicklern ist es sehr wahrscheinlich, dass sich Nearshore Software Development als bevorzugtes Modell für Unternehmen in der DACH-Region etabliert. Einige Modellierungen sagen sogar ein Marktwachstum von mehr als 30 Prozent voraus.
Und das aus guten Grund, schliesslich bietet Ihnen das Nearshore-Modell für das Software-Outsourcing einige Vorteile: Sie sind flexibler und kosteneffizienter unterwegs, ohne dabei Kompromisse in der Kommunikation, Qualität oder Expertise machen zu müssen.
Wenn Sie mehr über Nearshore-Development erfahren wollen oder Unterstützung bei Ihrem nächsten Projekt benötigen, melden Sie sich gerne bei uns. Let’s talk!