Software-Security: Warum sie geschäftskritisch ist und welche Massnahmen notwendig sind

22. Juli 2025
Erfahren Sie, wie Sie Ihre Anwendungen proaktiv schon in der Entwicklung vor Sicherheitslücken & Angriffen schützen! Wir haben Best Practices für zuverlässige Software-Security für Sie gesammelt.

Geschäftsprozesse konsequent softwaregestützt abzubilden, gewinnt in Unternehmen immer mehr an Bedeutung. Die Vorteile liegen auf der Hand – Stichworte Effizienz und Einsparungen – aber es gibt auch Herausforderungen: je mehr Software im Einsatz ist, desto mehr potenzielle Schwachstellen entstehen.

Um Cyberkriminellen Einhalt zu gebieten und den Datenschutz einzuhalten, müssen diese natürlich kontrolliert und entschärft werden: Der Handlungsdruck, Sicherheitsrisiken frühzeitig zu identifizieren und wirksam zu minimieren, steigt. 

Als Softwareentwicklungsunternehmen setzen wir uns gezielt für Cybersecurity in der Schweiz, Deutschland oder bei unseren Kunden generell ein und zeigen Ihnen in diesem Beitrag, wie Sie die Software-Security in Ihrem Unternehmen effektiv stärken können.

Was ist Softwaresicherheit?

Die Sicherheit von Software bezeichnet den Schutz von Software-Anwendungen und digitalen Lösungen vor Angriffen. Mit Praktiken wie sicherer Programmierung, Verschlüsselung, Authentifizierung und regelmässigen Updates stellen Entwickler während der Software-Entwicklung, in der Testphase und im Betrieb sicher, dass selbst bei aggressiven Attacken Vertraulichkeit, Integrität, Datenverfügbarkeit und Funktionalität der Anwendungen gewährleistet sind. 

Software-Security vs. Cybersecurity – was ist der Unterschied?

Software-Security bezeichnet den Schutz einzelner Programme vor Sicherheitslücken und Angriffen durch Viren, Malware oder dergleichen. Cybersicherheit soll als „IT-Sicherheit“ dagegen ganze Netzwerke und IT-Systeme vor Bedrohungen wie zum Beispiel Trojanern oder Ransomware-Einschleusungen schützen. Software-Security ist also ein (wichtiger!) Teilbereich der Cybersecurity.

Wirklich wichtig! Warum sollte Software-Security unbedingt auf die Agenda?

Je stärker die Geschäftsprozesse in Ihrem Unternehmen auf Software-Anwendungen basieren, desto wichtiger ist es natürlich, diese Programme effektiv zu schützen. Insbesondere deshalb, weil Angreifer immer mehr technische Möglichkeiten nutzen und zunehmend raffiniertere Attacken starten. Die wichtigsten Gründe, warum Sie der Sicherheit von Software in Ihrem Unternehmen unbedingt intensive Aufmerksamkeit schenken sollten:

  • Schutz sensibler Daten: Kommt es bei Kunden-, Mitarbeitenden- oder Geschäftsdaten zu Datenlecks, drohen immenser Vertrauensverlust bei Kunden, Partnern und Investoren sowie rechtliche Konsequenzen.
  • Einhaltung des gesetzlichen Datenschutzes: Mit sicheren Softwareprozessen erfüllen Unternehmen datenschutzrechtliche Vorgaben wie das Schweizer DSG oder die DSGVO der EU, die bei Verstössen hohe Bussgelder vorsehen.
  • Sicherung der Betriebskontinuität: Dank Software-Security arbeiten Ihre Anwendungen zuverlässig, stabil und bleiben selbst im Falle eines Angriffs verfügbar. So lassen sich Betriebsunterbrechungen minimieren und kritische Geschäftsprozesse sind geschützt. 
  • Vermeidung finanzieller Schäden: Bei unzureichender Software-Security drohen hohe Kosten aufgrund von Systemausfällen, für Rechtsstreitigkeiten, für die Datenwiederherstellung oder sogar für Lösegeld bei Ransomware-Angriffen.
  • Schutz vor Reputationsverlust: Mit einer robusten Sicherheitsstrategie signalisiert Ihr Unternehmen Zuverlässigkeit und Professionalität. Sicherheitsvorfälle schädigen das Vertrauen von Kunden und Partnern dagegen nachhaltig.
  • Schutz vor Spionage und Sabotage: Wenn Sie den Fokus verstärkt auf Software-Security legen, schützen Sie vertrauliche Informationen und Know-how vor Datenklau durch Konkurrenten oder sogar Staaten.

Welche häufigen Probleme bedrohen die Sicherheit von Software?

Wenn Hacker sich Zugriff auf Software-Anwendungen verschaffen, dann über Schwachstellen wie Sicherheitsfehler oder unzureichend geschützte Stellen im Softwarecode. Software-Security nicht von Anfang an mitzudenken, kann zu zahlreichen Problemen führen (Aufzählung ist nicht abschliessend):

  • Phishing: Bei dieser Betrugsmethode versuchen Angreifer, Ihre Mitarbeitenden durch täuschend echte E-Mails dazu zu bewegen, sensible Daten wie Software-Anmeldedaten preiszugeben.
  • DDoS-Angriffe: Dabei überfluten Cyberkriminelle Ihre Server mit massenhaften Anfragen, um Ihre Software abstürzen zu lassen oder die Erreichbarkeit der Anwendungen einzuschränken.
  • Angriff auf die Sicherheit in der Software-Lieferkette: Dabei nutzen die Angreifer eine ins Unternehmenssystem integrierte Drittanbieter-Software, die als festes Element in der Supply Chain als vertrauenswürdig eingestuft wird, als Einfallstor für Malware.
  • Cloud-Service-Attacken: Für ortsunabhängiges Arbeiten kommen in vielen Unternehmen cloudbasierte Services zum Einsatz. Einige davon besitzen Sicherheitslücken, die es Hackern leicht machen.

Welche Massnahmen & Best Practices gibt es zur Softwaresicherheit?

Für die Gewährleistung von Software-Security gibt es verschiedene Massnahmen in allen Stadien des Entwicklungs- und Betriebszyklus. Grundlegend ist, dass allen Verantwortlichen – von den Developern bis hin zur Geschäftsführung –  die Bedeutung von Software-Security bewusst ist. In der Umsetzung lassen sich dann verschiedene Sicherheitstools nutzen.

Sicheres Programmieren

Ob bei der Entwicklung von Standard-Software oder bei der individuellen Softwareentwicklung: Mit sicheren Programmierpraktiken können Developer von Anfang an Sicherheitslücken und andere Fehler, die Cyberkriminelle für sich zu nutzen wissen, vermeiden. 

Security-Audits für Software

Bei einem Sicherheitsaudit für Software lassen Sie von IT-Experten Ihre Software-Anwendungen mit manuellen und automatisierten Tests auf Sicherheitsschwachstellen überprüfen. Für eine effektive Schadensprävention werden Ihnen anschliessend geeignete Massnahmen zur Behebung aufgezeigt. 

Wir setzen dafür beispielsweise auf manuelle und automatisierte Tests, mit denen unsere QA-Experten potenzielle Schwachstellen identifizieren und versuchen, diese auszunutzen. Die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen werden umfassend dokumentiert, damit Sicherheitslücken direkt geschlossen werden können. Bei Bedarf betten wir das Sicherheitsaudit auch in ein umfassendes Security-Assessment Ihrer IT-Systeme ein. Kontaktieren Sie uns gerne für weitere Informationen.

Nutzung von Security-Tools

Durch den Einsatz von Sicherheitstools lassen sich Sicherheitslücken frühzeitig erkennen und beheben. Unternehmen können dafür verschiedene Tools nutzen: 

  • Static Application Security Testing untersucht den ursprünglichen Quellcode der Software.
  • Dynamic Application Security Testing setzt am Anwendungscode während der Ausführung an.
  • Eine Software Composition Analysis sucht nach Verstössen gegen die Software-Governance-Richtlinien des Unternehmens.
  • Das Mobile Application Security Testing konzentriert sich auf Schwachstellen mobiler Anwendungen.

Regelmässige Updates und Patches

Ebenso lässt sich mit kontinuierlichen Updates und Patches die Sicherheit von Software steigern. Mit regelmässigen Aktualisierungen beheben Sie Schwachstellen, bevor Cyberkriminelle Schadcodes einschleusen können. Noch wichtiger als bei Individualsoftware ist das bei Standard-Software: Deren Sicherheitslücken werden oft öffentlich bekannt und damit zu einfachen Zielen für Angreifer.

Regelmässige Pentests

Arbeiten Sie mit einem Pentest-Anbieter zusammen: Durch die regelmässige Simulation von Cyberattacken entdecken Sie eventuelle Sicherheitslücken in Ihrer Software-Security, bevor sich Angreifer aktiv werden können.

Weitere grundlegende Best Practices für mehr Software-Security in Ihrem Unternehmen

Damit Ihre Software-Security auf einer wirklich breiten Basis steht, sollten Software-Sicherheitstests keine einmalige Aktion darstellen – es ist wichtig, dass Sie strukturiert und strategisch vorgehen. Dafür empfehlen wir Ihnen zusätzlich folgende Massnahmen:

  1. Verankern Sie Security-Awareness gezielt auf Anwendungsebenen und führen Sie regelmässig rollenbasierte Schulungen durch – abgestimmt auf Admins oder End-User. Thematisieren Sie realistische Angriffsvektoren wie Phishing oder Social Engineering und sensibilisieren Sie so Ihre Mitarbeitenden besonders nachhaltig für mögliche Sicherheitsrisiken im Umgang mit Software-Anwendungen.
  2. Implementieren Sie ein striktes Least-Privilege-Access-Management und vergeben Sie Zugriffsrechte an Ihre Mitarbeitenden nach dem Least-Privilege-Prinzip auch mit kontextabhängigen Einschränkungen wie Uhrzeit, Gerätetyp oder Ort. Je weniger Rechte und Funktionen ein Mitarbeiter nutzt, desto besser lassen sich Schäden im Falle eines gehackten Benutzers eindämmen.
  3. Verschlüsseln Sie Softwaredaten konsequent. Sowohl gespeicherte Daten als auch übertragene Daten sollten immer mit starken Verfahren verschlüsselt werden. Besonders kritische Informationen wie z. B. Passwörter, Kundendaten oder Finanzinformationen sollten zusätzlich auf Feldebene verschlüsselt werden. So bleiben sie selbst im Falle eines Datenlecks unlesbar. Ein Hacker kann nur darauf zugreifen, wenn er auch den Verschlüsselungscode besitzt.
  4. Nutzen Sie die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) an allen kritischen Stellen. Sichern Sie nicht nur Benutzerkonten, sondern auch Admin- und Cloud-Zugänge mit MFA ab. Moderne Methoden wie Hardware-Token oder biometrische Verfahren bieten zusätzliche Sicherheit gegenüber einfachen Einmal-Codes per App oder SMS. So ein Sicherheitsprotokoll macht es Cyberkriminellen doppelt schwer.

Und was ist mit KI, wenn es um Software-Security geht?

Von vielen Seiten wird argumentiert, dass Hacker durch KI noch effizienter vorgehen können. Wir setzen allerdings dagegen, dass Programmierer durch KI in der Softwareentwicklung auch einige signifikante Vorteile haben:

  • Durch automatisierte Codeanalysen und intelligente Tests Sicherheitsrisiken schneller und gezielter erkennen
  • Schwachstellen frühzeitig ausmachen und sichere Codevorschläge generieren
  • Codequalität verbessern und Sicherheitsbewusstsein im Entwickler-Team schärfen – und das bei enormem Zeitgewinn

Mit Software-Security zur mehr Resilienz: Schützen Sie sich proaktiv gegen Angriffe!

Software-Security ist für moderne Unternehmen ein geschäftskritischer Faktor und beginnt bereits bei der Auswahl Ihrer Tools bzw. Ihres Partners, wenn Sie Software entwickeln lassen. Wichtig ist, dass schon bei der Entwicklung des Codes keine Sicherheitslücken toleriert und zuverlässig saubere Security-Reports erstellt werden.

Dann liegt es an Ihnen, die Gefahr für die Sicherheit Ihrer Software zu minimieren: Sind Sie bereit, sich um wichtige Massnahmen wie Sicherheitsaudits für Software zu kümmern oder Best Practices in Ihrem Unternehmen zu implementieren? Angesichts von drohendem Reputationsverlust, Betriebsunterbrechungen oder enormen finanziellen Schäden bei einer erfolgreichen Attacke ist diese Frage schnell beantwortet.

Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie wir bei Riwers Sie in puncto Software-Security unterstützen können?

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